Plastische und Räumliche Darstellung für Architekten

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Jan-Hendrik-Lüttjohan

Diplomarbeit

Sportklub Warschauer Straße

Mit dem Fall der Mauer rückte das ehemals periphere Gebiet an der Warschauer Brücke in

das Zentrum Berlins. Bis heute ist dieser Ort, trotz seiner innerstädtischen Lage, nur

sporadisch bebaut. Inmitten des Gewirrs aus Bahntrassen, Brücken, Fußgängerwegen,

Treppenanlagen und Straßen liegt der Ort für den Entwurf eines Sportklubs.

Die simple Grundform des Gebäudes wird von Verkehrswegen eingekerbt. Eine

Hochbahntrassenverlängerung der U1, die zurzeit von der BVG geplant wird, durchbohrt

das Gebäude. Der gläserne Tunnel ermöglicht den Bahnpassagieren flüchtige Blicke auf

das Foyer und verschiedene Sportbereiche zu werfen. Der Sportklub ist ein Ort des

„Sehen und gesehen werdens“. Die Besucher sind gleichzeitig Beobachter und Statisten

eines merkwürdigen Schauspiels.

Passend zu der Urbanität des Ortes sind Ballsportfelder, multifunktionale

Gymnastikräume, Funsport- und Erholungsflächen nach dem Vorbild des amerikanischen

Downtown Athletic Club übereinandergestapelt. Ein Tragwerk aus großen

Fachwerkträgern gliedert das Raumkontinuum und ermöglicht große stützenfreie

Spielfelder. Den krönenden Abschluss bildet ein Hochseilgarten auf dem Dach.

Eine Hülle aus leicht transluzenten Profilglaselementen, kombiniert mit einer innen

liegenden Schicht aus Isolierglas, wirkt wie ein Schleier zwischen Innen- und Außenwelt.

In den Obergeschossen lassen sich große Schiebeverglasungen bei warmen Temperaturen aufschieben, um den Blick über Berlin freizugeben.

U-Bahntunnel

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Schnitte

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Perspektiven

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Grundrisse

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