Plastische und Räumliche Darstellung für Architekten

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London Calling

Seminar - Sommersemester 2012

 

Betreuung und Konzeption: Pablo Wendel

In jeder Stadt gibt es unzählige urbane blinde Flecken. Leer stehende Gebäude, die im Zuge einer groß angelegten Immobilienspekulation oder aus Gründen verfehlter Stadtplanung still und leise verfallen und gleichzeitig Platz für dringend benötigten oder teuer gehandelten Wohnraum besetzen. Man gewöhnt sich schnell an diese funktionslosen Orte, der Blick gleitet einfach ab, streift weiter. Mit der Zeit verschwinden diese Gebäude hinter einer Camouflage-Patina aus Plakatschichten und Graffitis und verschmelzen mit ihrer Umgebung.

 

Die praktische Frage nach einem möglichen Eingang, einem Zugang zu diesen Gebäuden, leitet uns bei unserem Vorhaben. Wo liegen die Chancen gesetzlicher Regelungen? – Welche Spielräume eröffnen ihre Auslegungen? Während in Deutschland viele Fallen und hoher bürokratischer Aufwand lauern, ist zum Beispiel in Großbritannien das Besetzen leer stehender Gebäude nicht illegal.

 

Wir reisen also nach London. Mit Unterstützung des Netzwerks »The Oubliette«, das »vergessene Räume« aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt, erkunden wir die Stadt. Etwa zwei Wochen lang machen wir den Praxistest und leben in London in einem leer stehenden Gebäude, das wir professionell besetzen. Fragen der Grundversorgung sowie der künstlerischen Intervention werden im Team diskutiert und ohne bzw. mit minimalem Budget experimentell gelöst. Wie lässt sich der leere Raum in einen Raum für Leben und Kunst verwandeln? Wie lässt sich eine Grundversorgung mit Wasser und Strom organisieren? Ließe sich ein derartiges Projekt langfristig finanzieren?

 

 

www.hiddenborough.org

 

mit

Sophie Charlotte Fetten, Anja Fritz, Silvia Gioberti,  Tobias Hattendorff, Denica Indzhova, Nike Kraft, Benedikt Stoll, Lucie Waschke und Eric Zapel

Hidden Borough

Das System im System

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London

Takes Notice

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55 Great-Suffolk-Street

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