Plastische und Räumliche Darstellung für Architekten

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Nahoko Ozawa

Gedenkort ehemalige Heimat

 

2014

Das Thema meiner Diplomarbeit hat einen sehr persönlichen Hintergrund.

 

Als Ausgangspunkt steht die Geschichte meiner Großmutter, die zu den wenigen Zeitzeugen gehörte, welche vom Leben der Japaner auf der Insel Sakhalin berichten konnten. Seitdem sie die Insel, ihre Heimat, verlassen musste, konnte sie nie wieder dorthin zurück. 

 

Manchmal sprach sie mit mir auf Russisch, gefärbt mit einem starken japanischen Akzent. Ab und an verwendete sie sogar die Sprache der Ureinwohner. Die Bilder, die sie mit diesen Worten beschrieb, wirkten auf mich sehr exotisch und spannend und weckten bei mir großes Interesse für die Kultur, aus der sie kamen.

 

Dabei bemerkte ich, dass ihre Erzählungen etwas sind, was dokumentiert und überliefert werden sollte. Dieses Gefühl wurde immer stärker, doch wusste ich nicht auf welche Art es passieren sollte.

 

Als ich mitbekam, dass es meiner Großmutter nicht gut ging, reiste ich sofort nach Sakhalin, um ihr noch rechtzeitig das heutige Gesicht ihrer Heimat zeigen zu können.

Aus dieser Reise ist eine dokumentarische Erzählung in bewegten Bildern entstanden und durch das Schneiden des Films habe ich die Form gefunden, die ich zum Überliefern der Geschichte brauchte. 

 

Daraus entwickelte sich ein architektonisches Projekt, ein Gedenkort als eine Mischung aus Museum und Bürgerzentrum.

Erinnerung an die Heimat

Epilogue

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Die Räume

Modellfotografien

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Die Insel

Der Ort und seine Geschichte

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Eine filmische Annäherung

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Die Gedenkstätte

Zeichnungen

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